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Mitgliederversammlung in der JVA Gießen am 8.12.2010 –

fast 43.000,00 Euro für Resozialisierung Gefangener


Gießen/Butzbach. Am 8.12.10 fand in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Gießen die diesjährige Vollversammlung und gleichzeitige Weihnachtsfeier des Fliedner-Vereins Butzbach e.V. statt.

Der erste Vorsitzende Mirko Schulte und Geschäftsführer Ulrich Hinkel konnten wie in den Vorjahren eine erfreulich positive Bilanz ziehen: „Wo andere Vereine über den Gang zum Insolvenzrichter beraten und Mitgliederschwund beklagen, freut sich der Verein über nachhaltige Unterstützung“, so der Vorsitzende. Die Einnahmen aus Bußgeldern i.H.v. 37.000,- Euro in 2009 überstiegen den Betrag des Vorjahres um 12.000,-- Euro. Genauso wuchs die Zahl der Mitglieder im aktuellen Jahr erneut erheblich und zwar um 22 auf inzwischen 176. Allein für Unterricht, Entlassungshilfen und allgemeine Fürsorge wandte der Verein 42.865,97 Euro auf. Mit diesem Geld und persönlichem Engagement seiner Mitglieder trage der Verein im Bereich der unverzichtbaren Vernetzung von Resozialisierungsarbeit seinen Anteil zur wirksamen Beschaffung von Bildung, Arbeit, Wohnung und sozialen Bindungen nach der Entlassung bei, so Schulte in seinem Vorstandsbericht, ohne für sachfremde Annehmlichkeiten im Vollzug zu sorgen. Soziale und berufliche Einbindung und Anerkennung seien die verlässlichsten Voraussetzungen dafür, ehemals Straffällige für Rückfälle immun zu machen. Auf diese Weise verwirkliche der seit über 60 Jahren unverändert aktuelle Satzungszweck wirksamen Schutz der Allgemeinheit vor Straftaten.

Nachdem der Verein im vergangenen Jahr anlässlich der Feier zum 60-jährigen Vereinsbestehen mit einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion zum Thema „Neues Hessisches Strafvollzugsgesetz“ die Entwicklung des Gesetzes begleitet hatte, beteiligte er sich im März im Gesetzgebungsverfahren mit einer eigenen Stellungnahme.

Als weiteren Erfolg wertete Amtsgerichtsdirektor Schulte eine mit Unterstützung des Landgerichtes Gießen am 26.10.2010 veranstaltete Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zu den Ursachen und der Behandlung von Intensivtätern mit der Diagnose einer sog. „dissozialen Persönlichkeitsstörung“. Der forensische Psychiater und Gutachter Dr. Dieter Jöckel und der für das sog. Sicherheitsmanagement im Landgerichtsbezirk Marburg zuständige Bewährungshelfer Stephan Volp erläuterten unter Moderation von Schulte mehr als 80 Richtern, Staatsanwälten, Bewährungshelfern und Vollzugsbediensteten Diagnosekriterien und Rückfallvermeidungsprogramme.

Bei der anschließenden Vorstandswahl wurde der amtierende Vorstand einstimmig für weitere zwei Jahre bestätigt. In dessen Namen bedankte sich Mirko Schulte bei Geschäftsführer Ulrich Hinkel, der großen Anteil am Gelingen der Vereinsarbeit trage. Die Botschaft des Vereins, dass die Gesellschaft Verantwortung für ihre Strafgefangenen übernehme und diese nicht vergesse, werde so weiter verlässlichen Bestand haben.




60 Jahre Fliednerverein Butzbach – Mitgliederversammlung in der JVA Butzbach am 10.12.2009

Butzbach. Am 10.12.09 fand in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Gießen die diesjährige Vollversammlung und gleichzeitige Weihnachtsfeier des Fliedner-Vereins Butzbach e.V. statt.

Der erste Vorsitzende Mirko Schulte und Geschäftsführer Ulrich Hinkel konnten erneut eine besonders positive Bilanz ziehen. Zwar erreichten die Einnahmen des Vereins durch Bußgelder mit gut 25.000,- Euro nicht den ungewöhnlich hohen Wert des Vorjahres, dafür wächst die Zahl der Mitglieder beständig: seit Ende 2006 sind dem Verein 53 neue Mitglieder beigetreten, er zählt nun 156 Mitglieder. Allein für Unterricht, Entlassungshilfen und allgemeine Fürsorge wandte der Verein rund 33.000,- Euro auf. Mit Geld und persönlichem Engagement seiner Mitglieder trage der Verein im Bereich der unverzichtbaren Vernetzung von Resozialisierungsarbeit seinen Anteil zur wirksamen Beschaffung von Arbeit, Wohnung und sozialen Bindungen nach der Entlassung bei, so Schulte in seinem Vorstandsbericht, ohne für sachfremde Annehmlichkeiten im Vollzug zu sorgen. Soziale und berufliche Einbindung und Anerkennung seien die verlässlichsten Voraussetzungen dafür, ehemals Straffällige für Rückfälle immun zu machen. Auf diese Weise verwirkliche der seit fast 60 Jahren unverändert aktuelle Satzungszweck wirksamen Schutz der Allgemeinheit vor Straftaten.

Gleich drei größere Veranstaltungen organisierte der Verein im Jahr seines 60-jährigen Bestehens: Im September fand eine Podiumsdiskussion für Richter, Staatsanwälte und Bewährungshelfer im Amtsgericht Gießen zum Thema „Sucht und Vollzug“ statt, an der mehr als 50 Juristen und Fachleute teilnahmen.

Anfang November war es dem Verein gelungen, den Triathleten Andreas Niedrig in die JVA Butzbach zu holen. Der Spitzensportler, der seit Jahren erste Plätze bei internationalen Triathlons belegt (u.a. Vierter Ironman Hawai), war von seinem 15. bis zu seinem 24. Lebensjahr selbst Konsument harter Drogen (Heroin, Kokain). Nach Verurteilung und Langzeittherapie überredete ihn sein Vater zum Laufen. Daraus wurde eine einzigartige Lebensgeschichte, die 2008 mit dem Kinofilm „Lauf um Dein Leben - Vom Junkie zum Ironman“ verfilmt wurde. Andreas Niedrig, der keine Probleme mit dem Wort „Ex-Junkie“ besitzt, diskutierte zwei Stunden lang mit über 50 Gefangenen.

Als einen besonderen Erfolg wertete Amtsgerichtsdirektor Schulte in diesem Jahr die Feier zum 60-jährigen Vereinsbestehen mit einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion zum Thema „Neues Hessisches Strafvollzugsgesetz“, an der fast 100 Gäste teilnahmen.

Großen Anteil am Gelingen der Vereinsarbeit trage Geschäftsführer Ulrich Hinkel, betonte Schulte zum Schluß. Er überreichte dem Ofenliebhaber Hinkel zum besonderen Dank ein Buchenscheit – symbolisch für einen ganzen Anhänger mit von ihm selbst gespaltenem Brennholz, den Schulte vor der JVA geparkt hatte. 





Bericht Mitgliederversammlung 2008

Am 10.12.08 fand in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Gießen die diesjährige Vollversammlung und gleichzeitige Weihnachtsfeier des Fliedner-Vereins Butzbach e.V. statt.

Der erste Vorsitzende Mirko Schulte und Geschäftsführer Ulrich Hinkel konnten eine besonders positive Bilanz ziehen. Der Verein ist in diesem Jahr um 20 neue Mitglieder auf 148 angewachsen, allein die finanzielle Unterstützung z.B. für Unterricht, Gefangenenbücherei, Sport und Kultur in den beiden JVA von 61.000 Euro ist die höchste seit Bestehen des Vereins. Ein Drittel davon wurde mit Unterstützung des Justizministeriums in die Verbesserung der Computerschulung investiert. Mit Geld und persönlichem Engagement seiner Mitglieder trage der Verein im Bereich der unverzichtbaren Vernetzung von Resozialisierungsarbeit seinen Anteil zur wirksamen Beschaffung von Arbeit, Wohnung und sozialen Bindungen nach der Entlassung bei, so Schulte in seinem Vorstandsbericht, ohne für sachfremde Annehmlichkeiten im Vollzug zu sorgen. Soziale und berufliche Einbindung und Anerkennung seien die verlässlichsten Voraussetzungen dafür, ehemals Straffällige für Rückfälle immun zu machen. Auf diese Weise verwirkliche der seit fast 60 Jahren unverändert aktuelle Satzungszweck wirksamen Schutz der Allgemeinheit vor Straftaten. Der Verein hoffe auf eine Neugliederung der sozialen Dienste der Justiz in Hessen und ein genauso modernes Strafvollzugsgesetz für Erwachsene, wie es dem Land im Bereich des Jugendstrafvollzuges gelungen sei. Entscheidend sei aber auch seine Umsetzung.

Sein 60-jähriges Jubiläum möchte der Verein im kommenden Jahr durch angemessene Aktivitäten – darunter zwei größere Veranstaltungen – unterstreichen. Nachdem die zweijährige Amtszeit der beiden stellvertretenden Vorsitzenden und Anstaltsleiter Jörg Peter Linke (Butzbach) und Martin Lesser (Gießen) sowie von Geschäftsführer Hinkel abgelaufen war, wurden sie und der erste Vorsitzende Mirko Schulte einstimmig in ihrem Amt bestätigt.

Fliedner-Verein Butzbach e.V. | fliednerverein@gmx.de